Für den Mitsubishi i-MiEV braucht man nur eine Steckdose und 34 390 Euro – Elektrischer Stadtflitzer hat 49 kW/67 PS und fährt 130 km/h schnell.
Mit seinem auffälligen Äußeres ist der Buddy ein Hingucker. Klein, kantig, mit schmalen Scheinwerferschlitzen, eckigen Fenstern und dem extrem steilen Heck präsentiert er sich als Fahrzeug für den Verkehr..
Bestimmt jeder, der gerne Auto fährt, hat sich über Elektromobilität schon Gedanken gemacht. Lautlos und emissionsfrei werden wir bald durch die Gegend flitzen, wird uns von Politik und Industrie seit Monaten eingetrichtert.
Bestimmt jeder, der gerne Auto fährt, hat sich über Elektromobilität schon Gedanken gemacht. Lautlos und emissionsfrei werden wir bald durch die Gegend flitzen, wird uns von Politik und Industrie seit Monaten eingetrichtert. Die Klimaerwärmung und die absehbare Endlichkeit fossiler Brennstoffe lassen uns da angeblich überhaupt keine andere Wahl. Wie nah Wunsch und Wirklichkeit bei diesem Thema im Moment tatsächlich beieinander liegen, wissen abgesehen von den Autoherstellern selbst nur wenige. Ein paar auserwählte Versuchskaninchen dürfen schon mit Laptop-Akkus vollgestopfte E-Minis durch München bewegen oder mit den ersten elektrifizierten Smarts durch Berlin surren. Wer bisher als interessierter Otto-Normal-Autofahrer für eine elektrische Probefahrt beim Händler vorstellig wurde, blitzte ab.
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Ein E-Mobil, drei Marken
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Das ändert sich jetzt: In den kommenden Wochen rollt Mitsubishis Elektromobil gleich unter drei Markendächern in Europa auf den Markt. Während sich die Japaner entschlossen haben, den im Deutschen etwas missverständlichen Namen „i-MiEV“ beizubehalten, wählten die europäischen Partner Citroën und Peugeot unverfänglichere Namen und tauften die Ableitungen vom Original „C-Zero“ beziehungsweise „i-On“. „MiEV“ steht für „Mitsubishi innovative Electric Vehicle“ und ist der Auftakt für eine alltagstaugliche Flotte von Elektrofahrzeugen. Kaufen kann den i-MiEV ab sofort jeder, der eine gut zugängliche 230-Volt-Steckdose zur Hand und 34 390 Euro übrig hat. Auch individuelle Leasing-Raten werden von Mitsubishi angeboten. 34 390 Euro sind für ein knapp 3,50 Meter langes Gefährt, das auf den ersten Blick aussieht wie ein viertüriger Smart-Abklatsch, unverschämt viel Geld. Daran ändert auch die anständige Serienausstattung mit sechs Airbags und Klimaanlage im ansonsten eher karg wirkenden i-MiEV-Cockpit nichts. Der happige Preis begründet sich in erster Linie durch die (noch) enormen Produktionskosten für die aus 88 Zellen bestehende Lithium-Ionen-Batterie, die unter dem Fahrzeugboden steckt. Sie versorgt den 49 kW/67 PS leistenden Elektromotor mit Energie, um den rund 1100 Kilo wiegenden Viertürer, der trotz seiner überschaubaren Maße erstaunlich viel Platz bietet, auf maximal 130 km/h zu beschleunigen. Das passiert – wie bei jedem Elektroauto – flüsterleise und ausgesprochen temperamentvoll. Denn das maximale Drehmoment von 180 Newtonmetern steht vom Start weg zur Verfügung. Da trifft es sich gut, dass der europäischen Version des i-MiEV eine Stabilitäts- und Traktionskontrolle spendiert wurde. Andernfalls wären auf schneeglattem Untergrund unfreiwillige Drifts mit dem wendigen, kleinen Hecktriebler vorprogrammiert.
Die Kraftübertragung übernimmt beim i-MiEV ein Eingang-Getriebe, das über einen kleinen Schalthebel bedient wird. Im Gegensatz zum Peugeot und Citroen stehen beim Mitsubishi drei unterschiedliche Fahrstufen zur Wahl, mit der sich der Grad der Rekuperation regeln lässt. Im Klartext: Nimmt man beim Fahren den Fuß vom Gaspedal, verzögert das Auto spürbar, als würde man leicht bremsen. Das ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig, doch dadurch wird Energie zurückgewonnen und in die Batterie eingespeist. In Fahrstufe „C“ (wie Comfort) wird dieser „Rekuperation“ genannte Vorgang auf ein Minimum reduziert, was vor allem für Autobahnfahrten gedacht ist. In Stufe „D“ fällt die Energierückgewinnung etwas stärker aus, während Stufe „B“ mit einer Motorbremse beim konventionellen Verbrennungsmotor vergleichbar ist und sich besonders für Bergabfahrten eignet. Dabei wird besonders viel Energie in die Batterie zurückgeführt.
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Reichweite bleibt ein großes Manko
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Doch irgendwann ist der Akku trotzdem leer – und das geht deutlich schneller als einem die offiziellen Messwerte nach dem europäischen Fahrzyklus vorgaukeln. Die angegebenen 150 Kilometer Reichweite sind blanke Theorie, das gibt auch Mitsubishi selbst unumwunden zu. Nach eigenen Messungen der Japaner verringert sich die Reichweite auf der Landstraße um 20, in der Stadt um 35 und auf der Autobahn sogar um 48 Prozent. Bei den ersten PNP-Testfahrten im winterlichen Hessischen Ried nuckelten auch noch Klimaanlage und Sitzheizung am Energiespeicher. Da ging dem kleinen Elektriker schon nach gut 60 Kilometern der Saft aus.
Über einen entsprechenden Anschluss an der rechten Fahrzeugseite können die Energiespeicher an jeder konventionellen Haushaltssteckdose wieder aufgeladen werden. Bis eine vollständig entladende Batterie zur Gänze geladen ist, vergehen allerdings sechs Stunden. Über einen dreiphasigen Drehstromanschluss an der linken Seite kann der i-MiEV seine Akkus an einer Schnellladestation mit maximal 50 kW in einer halben Stunde auf 80 Prozent Kapazität bringen. Solche Stationen sind bislang nur in einigen deutschen Metropolen zu finden.
Laut der Europäischen Union gehört Autos wie dem i-MiEV trotz aller nicht weg zu diskutierender Mankos (Preis, Batterieentsorgung, Reichweite) die Zukunft. Die Politiker beziehen sich dabei auf eine eigene Studie. Ihr zu Folge werden sich bis zum Jahr 2020 die Kosten für die einzelnen Komponenten um bis zu 80 Prozent verringern. Allerdings muss noch viel Geld in eine vollkommen neue Lade-Infrastruktur investiert werden. Diese Kosten schätzt die Studie allein für die Elektrofahrzeuge in den kommenden 40 Jahren auf bis zu 500 Milliarden Euro im Bereich der Europäischen Union.
DATEN & PREISE
• Elektromotor, 49 kW/67 PS, max. Drehmoment: 180 Nm bei 0-2000 Umdrehungen, Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h. – Batterie: Lithium-Ionen, Batteriepaket: 88 Zellen in 22 Modulen mit je vier Zellen (3,7V/50Ah). – Ladezeit: Sechs Stunden an Haushaltssteckdose, Schnellladung (bis 80 Prozent Kapazität): 30 Minuten. – Kaufpreis: 34 390 Euro.
Quelle:
www.pnp.de



Ihre Photovoltaikanlage ist ein kleines Kraftwerk, das wichtige Aufgaben zur Systemstabilität im Stromnetz übernimmt. Um die Frequenz im Netz stabil zu halten, müssen einige der in den letzten Jahren installierten Anlagen nachgerüstet werden, da sich die Richtlinien für diese Aufgaben geändert haben. Im folgenden Beitrag befassen wir uns u.a. mit den Umrüstfristen und welche PV-Anlagen betroffen sind. 









