Drei Schwerpunkte für die Energiewende

Solarenergie – kann schnell wachsen, das städtische Potential liegt brach
Dezentrale Stromspeicher – gleichen das schwankende Angebot von Wind und Sonne aus
Windenergie – überall, auch in der Nähe von Städten und Industriegebieten, ausbaubar
Den Leistungsbau vermindern und gleichzeitig die Versorgungssicherheit erhöhen-kurze Entfernungen zwischen Erzeuger, Speicher und Verbraucher.

Da die Zeit drängt, ist Schnelligkeit gefragt! Aus diesem Grund werden dezentrale Lösungen statt Großprojekte benötigt. Die Zeit, um auf Solaranlagen in Afrika, Windparks in Nord- und Ostsee, Pumpspeicherkraftwerke in Norwegen als auch die dazugehörigen europaweiten Fernleitungen zu warten, haben wir nicht. Denn mit solchen zeitintensiven Großprojekten können nur große Energiekonzerne fertig werden. Diese aber haben an einer schnellen Realisierung kein Interesse, da sie ihren Kraftwerken, Tankstellen etc. keine unnötige Konkurrenz schaffen wollen. Handelnde, unabhängige Personen, welche von Großkonzernen unabhängig sind und an verwirklichenden, dezentralen Projekten interessiert sind, werden benötigt. Ein robustes Energieversorgungssystem sollen hunderttausende von Solar- und Windanlagen mithilfe von dezentralen Stromspeichern bilden, um im Katastrophenfall regional funktionsfähig zu bleiben.

Dezentrale Stromspeicher für Solarstrom

 

Die Solaranlagen liefern bei zukünftigem Solarausbau mittags vermehrt mehr Energie als zur selben Zeit verbraucht werden kann. Deshalb wird es in einigen Jahren fast überall Solarstromüberschüsse bei Sonnenschein geben, da ist Netzausbau nicht die Lösung. Aus diesem Grund sind zunächst Kurzzeit-Stromspeicher erforderlich. Solche Speicher können anschließend – nicht nur in Häusern mit Solaranlagen, sondern auch in den benachbarten Kellern der Stromverbraucher – den Stromüberschuss aufnehmen, um ihn dann im Laufe der kommenden Nacht verwenden zu können.

Diskutiert wird aktuell, ob der Ausbau von Solarenergie vorübergehend gebremst werden soll, bis ausreichend Stromspeicher installiert sind.
Das wäre jedoch ein Fehler! Denn erst der künftige Solarausbau bringt die kontinuierlich hohen Stromüberschüsse, welche fortan den Einsatz von Kurzzeit-Stromspeichern ökonomisch interessant machen. Keinen Sinn macht es allerdings, wenn Solarinstallateure auf die Speicher warten, da Speicherbauer ihrerseits auf Solarüberschüsse warten.
Forderungen an die Politik sind deshalb gewinnbringende Solarstromvergütungen, baurechtliche Privilegierung der Windenergie ohne Einschränkung im Außenbereich und ein Stromspeichergesetz, welches einen variablen Strompreis im Ortsteil und jederzeit jedem Stromkunden bzw. –verbraucher den örtlichen Überschuss oder Mangel signalisiert vorsieht.

Das Jahr 2010 hat bewiesen: Solarenergie kann schneller als gedacht wachsen – unsere Chance!
Schon im Frühsommer 2011 liefert die Solarenergie oftmals Spitzenleistungen von über 10 Gigawatt um die Mittagszeit, das entspricht einer höheren Leistung als 10 Atomkraftwerksblöcke. Noch steigern lassen könnte eine Erhöhung der Solarstromvergütung die Geschwindigkeit des solaren Ausbaus. Deshalb wurde auch bisweilen die Solarstromvergütung als Gaspedal der Energiewende betitelt.

Das Ausbautempo nimmt zu, aber nicht unendlich hoch, da auch die passenden Dach- und Fassadenflächen irgendwann knapp werden, wird das Ausbautempo von selbst wieder zurückgehen.

Häufig verläuft die Einführung neuer Techniken in der Form einer Wachstumsfunktion. So könnte es auch bei der Solarbranche verlaufen. Allerdings müssen dabei außerplanmäßige Vergütungsabsenkungen ausgeschlossen werden.

Solarsiedlung in Freiburg

Das städtische Solarpotenzial liegt brach
50 % der Deutschen leben in einer Stadt oder einem Stadteinzugsgebiet. Dort hat bislang kaum eine solare Energiewende Einzug gehalten. Diese Festestellung wird mit einem kurzen Blick auf die städtischen Dächer bestätigt. Das liegt nicht nur am erhöhten Aufwand für Planung und Durchführung der Montage, sondern auch an den Eigentumsverhältnissen im Stadtbereich. Dort bewerten Eigentümer die Risiken einer solaren Investition offensichtlich zaghafter. Und auch ohne Gewinnaussichten kann die Energiewende nicht vorankommen. Deshalb ist die Rückkehr zu einer rentablen Einspeisevergütung dringend Notwendig. Wesentlich ist, dass die Energiewende so schnell es geht vorankommt, bevor weitere Atomunfälle geschehen und der Klimawandel unbeherrschbar wird.

Hindernisse für die Windenergie beseitigen

Gemeinden und Landkreise können mithilfe eines bürokratischen Tricks im gesamten Planungsgebiet den Bau von Windanlagen unterbinden, indem sie eine Windkonzentrationszone einrichten.  Der Außenbereich, d.h. auf alle übrigen Flächen dürfen dadurch keine Windanlagen mehr gebaut werden. Zu finden ist diese Bestimmung im Bundesbaugesetzbuch § 35 Abs. 3 letzter Satz, der lautet: „Öffentliche Belange stehen der Errichtung von Windanlagen in der Regel auch dann entgegen, soweit die Ausweisung eines Gebietes für Windanlagen an anderer Stelle erfolgt ist.“  Durch diese Bestimmung wird den Eigentümern das Recht genommen, ihr eigenes Land im Sinne des Klimaschutzes mit Windanlagen zu nutzen und muss daher gestrichen werden. Betroffenen empfehlen wir sich wegen dieser Wertminderung ihres Grundes an den Deutschen Bauernverband zu wenden, mit der Bitte um politische Initiative.

Quelle: Solarenergie-Förderverein Deutschland Foto Quellen: www.solarweissach.de; hosting.more-elements.com

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Eine Antwort auf Drei Schwerpunkte für die Energiewende

  1. Sehr schön zusammengefasst.
    Die Bemühungen der Großkonzerne Offshore Anlagen zu bauen, in der Wüste Photovoltaic-Anlagen zuerrichten, … sollte man zwar nicht verdammen.
    Aber man kann das eine tun ohne das andere zu lassen.

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