Dem Sonnenstrom gehört die Zukunft – 4 Beispiele

Photovoltaik belaste die Netze, sei zu teuer und in Deutschland „so unsinnig wie Ananas züchten in Alaska.“ Glaubt man den Aussagen einiger Politiker und Vorstände großer Energieversorger, kann der Eindruck entstehen, Photovoltaik habe in Deutschland keine Zukunft und sei bedeutungslos für die Energiewende. Wir haben uns die vier häufigsten Vorurteile aus der aktuellen Debatte um die Photovoltaik herausgegriffen. Anhand von vier Grafiken möchten wir diese widerlegen und einen Beitrag zur aktuellen Diskussion leisten.    

Photovoltaik belaste die Netze, sei zu teuer und in Deutschland „so unsinnig wie Ananas züchten in Alaska.“ Glaubt man den Aussagen einiger Politiker und Vorstände großer Energieversorger, kann der Eindruck entstehen, Photovoltaik habe in Deutschland keine Zukunft und sei bedeutungslos für die Energiewende. Wir haben uns die vier häufigsten Vorurteile aus der aktuellen Debatte um die Photovoltaik herausgegriffen. Anhand von vier Grafiken möchten wir diese widerlegen und einen Beitrag zur aktuellen Diskussion leisten.

Vorurteil 1: „Die Photovoltaik ist enorm teuer.“

Thomas Bareis, Koordinator Energiepolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, am 8.03.2012 bei PHOENIX
 
Fakt ist: Strom vom Dach ist bald günstiger als Strom aus der Steckdose.
  • Allein in den vergangenen zehn Jahren sind die Erzeugungskosten für Solarstrom um über 60 Prozent gesunken.
  • Noch in diesem Jahr wird Solarstrom günstiger sein als Haushaltsstrom.
  • Eine langfristig günstige Energieversorgung erfordert kurzfristig eine weitere Förderung, um Anreize für zusätzliche Investitionen in die Systemtechnik und Speichertechnologien zu geben.
 

Vorurteil 2: „Der Ausbau der Solarenergie in Deutschland ist so sinnvoll wie Ananas züchten in Alaska.“

Dr. Jürgen Großmann, Vorstandsvorsitzender der RWE AG, am 17.01.2012 bei der Handelsblatt-Jahrestagung Energiewirtschaft
 
 

Fakt ist: An sonnigen Tagen erzeugen Deutschlands Solaranlagen mittags mehr Strom als alle aktiven Atomkraftwerke.

  • Schon 2011 deckte die Photovoltaik an sonnigen Sommersonntagen 30 Prozent des deutschen Strombedarfs ab.
  • Selbst an bewölkten Wintertagen ersetzen die in Deutschland installierten Solaranlagen mittags vier bis fünf Atomkraftwerksblöcke.
  • Selbst im Norden Deutschlands können schon 40 Quadratmeter Solarmodule ausreichen, um den Strombedarf eines Durchschnittshaushalts zu decken.

Vorurteil 3: „Die Hälfte der EEG-Kosten geht an die Photovoltaik, obwohl nur 3 Prozent der Energie-Erzeugung aus der Solarenergie stammen.“

Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler (FDP) am 16.01.2012 im Handelsblatt
 

 

Fakt ist: Mit dem Ausbau des Solarstroms fallen die Börsenstrompreise.

  • Mittags verdrängt Solarstrom häufig teuren Strom aus Öl- und Kohlekraftwerken vom Markt.
  • Dadurch sinken zur Zeit des höchsten Vebrauchs die Spitzenlastpreise um bis zu 40 Prozent. Am 15. März 2012 lag der Börsenpreis mittags bei 4,05 Cent/kWh.
  • Bei einer Demokratisierung der Stromversorgung könnten alle Stromverbraucher von den niedrigen Börsenstrompreisen profitieren.

Vorurteil 4: „Zu viele Solaranlagen belasten die Netze.“

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) am 5.03.2012 im Spiegel
 

 

Fakt ist: Solarstromanlagen erzeugen Strom dezentral dort, wo er verbraucht wird.

  • Der Zeitpunkt der maximalen Stromerzeugung aus Photovoltaik fällt zusammen mit dem Zeitpunkt des höchsten Stromverbrauchs.
  • Solarstromanlagen speisen vorrangig ins Mittel- und Niederspannungsnetz ein. Die Netzinfrastruktur ist gerade in Gewerbegebieten gut ausgebaut.
  • Durch den Einsatz von intelligenten Speicherlösungen lässt sich der Eigenverbrauch weiter erhöhen.

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Quelle: SMA-Sunny.com / Autorin: Susanne Henkel

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