Energiewende vernichtet zuerst tausende Arbeitsplätze, bringt nun jedoch 230000 neue Jobs

Studie: 230000 neue Arbeitsplätze durch Erneuerbare EnergienTausende neue Arbeitsplätze durch Erneuerbare Energien | © 46645626 - Fotolia.com

In einem groß angelegten Forschungsprojekt hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie untersuchen lassen, welche Arbeitsplatzeffekte die Energiewende mit sich bringt.

Die Ergebnisse der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS), des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Prognos AG und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) liegen nun vor. Demnach wird die Energiewende langfristig sehr viel mehr Jobs schaffen, als in den fossilen Erzeugungsbereichen verloren gehen. Bis 2050 könnten netto 230.000 neue Arbeitsplätze entstehen – wenn die politischen Weichen dafür richtig gestellt werden.

Die Studie beschreibt mögliche Entwicklungspfade zu den Beschäftigungszahlen im Bereich der Erneuerbaren Energien bis 2050. Die fünf Forschungsinstitute kommen gemeinsam zu dem Ergebnis, dass die Energiewende bereits heute deutlich positive und in der Zukunft weiter steigende Beschäftigungswirkungen für die deutsche Volkswirtschaft entfaltet.

So kann bis zum Jahr 2030 die Mehrbeschäftigung unterm Strich auf rund 100.000 Personen ansteigen. Sei bis dahin durch den Ausbau erneuerbarer Energien noch mit Mehrkosten zu rechnen, würden die Erneuerbaren Energien später den Verbraucher entlasten, was positiv auf den privaten Konsum wirke.

Auch dadurch würden die Netto-Beschäftigungszahlen weiter auf 190.000 (Jahr 2040) und später bis über 230.000 (Jahr 2050) steigen. Für den Fall, dass sich der Export sehr gut entwickelt, sehen die Zahlen sogar noch besser aus.

Traditionelle Energieversorger verlieren allerdings: Deren Geschäftsmodell sei mit zunehmendem Ausbau erneuerbarer Energien weniger erfolgreich, so die Studie. Im Jahr 2020 würden dort 16.000 Stellen abgebaut, 2030 seien es 14.000.

Quelle: Sonnenseite

Foto: © Fotolia - 46645626

BMWi Studie: Link

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