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Recycling-Verfahren für Solarmodule entwickelt
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Fortsetzung des Artikels
Bisher war die Abfallmenge wegen der hohen Lebensdauer der Solarmodule noch gering. Laut dem im Juli 2007 von der Solarindustrie gegründeten Verband PV Cycle lag das Abfallaufkommen 2008 in der EU bei rund 3 800 t (das entspricht etwa 51 MW Photovoltaikleistung), doch bis 2030 wird es voraussichtlich auf 130 000 t steigen. Mit dem Recycling soll die energieaufwändige und emissionsintensive Produktion von Primärmaterialien reduziert und dadurch sollen die ökologischen und wirtschaftlichen Kennzahlen von Photovoltaikmodulen verbessert werden. Zudem geht es auch darum, den Verlust beziehungsweise die Freisetzung seltener oder giftiger Elemente und Verbindungen zu verhindern.
In einem vom Bundesumweltministerium geförderten Verbundprojekt arbeiten Forscher der Deutschen Solar AG und der TU Bergakademie Freiberg daher seit 2002 daran, Modulrecycling effizienter und umweltschonender zu machen. Wie aus einer aktuellen Broschüre des Bonner Informationsdienstes BINE hervorgeht, können Produktionsabfälle und ausgediente sowie gebrochene Solarmodule mit modernster Technik wieder aufbereitet werden. Dabei lassen sich Recyclingraten von über 95 Prozent erzielen. In zwei Prozessstufen trennt die Anlage in Freiberg die Komponenten der Module. In der ersten thermischen Stufe werden die Kunststoffanteile entfernt, Glas und Rahmenteile demontiert und sortenrein recycelt. In der zweiten Stufe werden zuerst nicht nur Bruchsolarzellen, sondern auch ganze Solarzellen wiedergewonnen. Doch das ursprüngliche Ziel, unbeschädigte Zellen zu separieren, gab man aus wirtschaftlichen Gründen auf. Stattdessen nutzt man den so genannten Solarzellenbruch, der gereinigt wird. Das so gewonnene Solarsilizium wird schließlich wieder zu multikristallinen Gussblöcken eingeschmolzen, aus denen neue Wafer hergestellt werden.
Die Pilotanlage in Freiberg arbeitet nach BINE-Angaben derzeit noch energie- und rohstoffaufwändig. Zudem verursachen die manuelle Trennung und der niedrige Durchsatz relativ hohe Kosten. Es wird jedoch erwartet, dass mit hochwertigeren Endprodukten, höheren Durchsätzen und Recyclingraten künftig kostendeckend oder sogar gewinnbringend gearbeitet werden kann. Dazu werden die Prozesse ständig weiterentwickelt und optimiert. Dabei sind die erreichbaren Ergebnisse umso besser, je spezifischer die Bearbeitungsverfahren auf die jeweilige Zell- und Modultechnik abgestimmt werden können.
Am 1. Dezember 2010 führt der Cluster Energietechnik zusammen mit dem Bauzentrum München ein Cluster-Forum zum Thema „Recycling in Photovoltaik - Verfahren, Logistik, Wirtschaftlichkeit" durch.
Zertifizierte Sammelstellen in Deutschland: :AS Solar GmbH, Nenndorfer Chaussee 9, 30453 Hannover :Calyxo GmbH, OT Thalheim, Sonneanallee 1a, 06766 Bitterfeld-Wolfen :EU SOLAR, Zum Degenhardt 19, 88662 Ueberlingen :Hubert Schmidt, Roentgenring 20-24, 87616 Marktoberdorf :Photovoltaik Institut, Wrangelstr. 100, 10997 Berlin :Solpower AG, Stettiner Straße 1, 88250 Weingarten :Wagner & Co. Solartechnik, Zimmermannstraße 1, 35091 Coelbe :Kretzmann GmbH, Traishöchstädter Weg 8, 91462 Dachsbach :SES 21 AG, Ziegeleiweg 4, 82398 Oderding :Klapka Solartechnik, Im Wiesental 20, 71711 Steinheim :Hellmann Process Management GmbH & Co. KG, Adolf-Köhne-Str. 11, 49090 Osnabrück
(Quellen:InfoService des Bayerischen Energie-Forums, SFV.de) 19 08 09 |
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