Temperatur
Die Temperatur in Europa ist seit der Industrialisierung im Durchschnitt um 1,0 Grad Celsius gestiegen, weltweit dagegen nur um 0,8 Grad. Auch für die Zukunft sagt der Report für Europa einen Anstieg von ein bis 5,5 Grad voraus, der höher ist als der weltweite Schnitt.
Gesundheit
Der Klimawandel hat große Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen. Allein der Hitzesommer 2003 führte in zwölf europäischen Ländern zu insgesamt 70.000 Todesfällen. Solche Hitzewellen wird es künftig häufiger geben - die Zahl der Opfer wird steigen. Auf der anderen Seite gibt es Hinweise darauf, dass im Winter immer weniger Menschen sterben. Aber das könnte auch andere Gründe als das Klima haben, etwa eine bessere Vorbeugung gegen Krankheiten. Insgesamt muss sich nach Ansicht der Experten das Gesundheitssystem an die Hitzewellen anpassen und vor allem für ältere Menschen sorgen. Flutkatastrophen
Die Zahl der Überflutungen ist stark gestiegen. Seit 1990 zählt der Report 259 große Fluss-Überschwemmungen, davon allein 165 seit dem Jahr 2000. In den nächsten Jahrzehnten soll sich dieser Trend fortsetzen. Natur
Einige Fischarten sind in den vergangenen 40 Jahren um etwa 1000 Kilometer nordwärts gezogen. Von den 120 europäischen Säugetierarten sind bis zu neun Prozent bedroht - wenn sie nicht auswandern. Pflanzen steigen aufgrund des Klimawandels in immer höhere Bergregionen. Zum Ende des Jahrhunderts könnten daher bis zu 60 Prozent der Pflanzen in den Bergen vom Aussterben bedroht sein. Gletscher und Schnee
"Die europäischen Gletscher schmelzen rasch", schreiben die Experten. Die Alpengletscher haben seit 1850 bereits zwei Drittel ihres Volumens verloren. Besonders schnell ist die Abnahme seit 1980. Die Schneedecke hat in den vergangenen 40 Jahren bereits um 1,3 Prozent pro Jahrzehnt abgenommen. Landwirtschaft
Die Agrarsaison ist in Nordeuropa länger, in einigen südlichen Regionen dagegen kürzer geworden. Zugleich befürchten die Experten mehr Unwetter und damit auch mehr Schäden. Viele Pflanzen blühen und reifen laut Report zwei bis drei Wochen früher, was das Risiko von Frostschäden erhöht. Wälder
Die Wälder wachsen schneller als vor 100 Jahren, weil sie mehr Stickstoff und Kohlendioxid erhalten und die Temperatur höher ist. Der Klimawandel wird einige Arten bevorzugen und andere benachteiligen. Insgesamt werden sich durch die höheren Temperaturen aber mehr Baumschädlinge verbreiten, zudem steigt das Risiko von Waldbränden, wie die Experten schreiben. Wirtschaft
Etwa 90 Prozent der Naturkatastrophen in Europa seit 1980 sind direkt oder indirekt auf Wetter und Klima zurückzuführen - aber nicht alle auf den Klimawandel. Die wirtschaftlichen Schäden durch solche Katastrophen sind von 7,2 Milliarden Euro im Durchschnitt der Jahre 1980 bis 1989 auf jährlich 13,7 Milliarden Euro von 1998 bis 2007 gestiegen. |