Feuchtigkeit nimmt gefährlich ab
Bisher seien die Regenwälder noch durch ihre Feuchtigkeit geschützt gewesen, erläuterte Field. Bei weiter steigenden Temperaturen aber könnten sie so weit austrocknen, dass sie Feuer hilflos ausgeliefert wären. Jüngste Klimamodelle sagen voraus, dass der Verlust der tropischen Wälder die Kohlenstoffdioxid-Konzentration in der Atmosphäre bis zum Ende des Jahrhunderts um einen Wert zwischen 10 und 100 Teilen pro Million (parts per million - ppm) anheben wird.
Dramatische Folgen
Das könnte dramatische Folgen nach sich ziehen, warnt Field. Schon jetzt habe die CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre mit 380 ppm den höchsten Stand seit 650.000 Jahren erreicht. Tundra birgt enorme CO2-Mengen
Ebenso fürchten Field und Kollegen, dass der Dauerfrost in der arktischen Tundra so weit schmelzen könnte, dass enorme Mengen von CO2 und Methangas in die Atmosphäre abgehen. Unter der Eisdecke vermuten Wissenschaftler organische Pflanzenstoffe von vor 25.000 bis 50.000 Jahren. Nach jüngsten Schätzungen würden diese Stoffe dreimal so viel CO2 in die Erdatmosphäre absetzen wie die Verbrennung von Treibstoff seit Beginn der industriellen Revolution, warnte Field. Noch nicht berücksichtigt
Weder dieser Faktor noch die Brandgefahr in den tropischen Wäldern seien im vierten und bisher letzten Bericht des IPCC berücksichtigt worden, sagt der Klimaforscher. Zuletzt hätten sich die Experten vor allem Gedanken über China, Indien und andere wirtschaftlich aufholende Länder gemacht, die ihren wachsenden Energiebedarf vor allem aus der Kohleverbrennung gewinnen. |